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Ihre persönliche Erneuerungs-Geschichte 2020- Teil I (erstes Halbjahr)

Jeder Zyklus bringt Erneuerung. So auch der Sonnenzyklus von Wintersonnenwende zu Wintersonnenwende. Ich nenne ihn den Sonnenkalender.

 

Die Etappen des Umwandlungsprozesses innerhalb eines Zyklus werden  präzise durch die europäischen Zaubermärchen abgebildet. Schritt für Schritt gehen die Heldinnen und Helden auf Reise – die sogenannte Heldenreise –, bis sie zu einer neuen Person geworden sind. Die Abenteuer, die sie unterwegs erleben, beschreiben die verschiedenen Zeitqualitäten, denen sie im Laufe des Zyklus begegnen. Diese wollen gut genutzt werden, um am Ende Verwandlung und Erneuerung in ihrem Sinne zu bringen.

 

Die Zeitqualitäten eines Zyklus gelten auch für uns, denn der Begriff "Held" ist etymologisch mit dem altnordischen Wort "heill" für Glück, gutes Omen und Gesundheit verbunden und bezeichnet einen Menschen, der auf der Suche  danach ist. Folglich sind wir alle Helden.

 

Derzeit stehen wir kurz vor der Sommersonnenwende.  Viel hat sich getan, kollektiv wie auch persönlich, seit letzten Dezember. Das liegt daran, dass dieses Jahr (2020) besonders schicksalsträchtig ist und eine Erneuerung regelrecht von uns eingefordert wird, mit einer Ballung von einflussreichen Planetenkonstellationen und Sonne- und Mondfinsternissen.

 

Im Newsletter haben wir bis hierher die Entwicklung der Helden mitverfolgt. Wir wissen um ihre Visionen, Gegner und Gefahren. Die gemachten Erfahrungen rüsten sie für die bevorstehende zweite Hälfte der Reise. Am Ende werden sie sich neu erfunden haben.

 

Das können auch wir. Wir müssen nur unsere eigene Geschichte des letzten halben Jahres genau unter die Lupe nehmen. 

 

Damit Sie sehen, wie sich Ihre Erneuerungs-Geschichte gerade schreibt, habe ich für Sie ein paar Fragen zusammengestellt. Nehmen Sie sich die Zeit bei einer Tasse Tee, um die Fragen zu beantworten, es lohnt sich. Gemäss Märchen wird man es nämlich demnächst noch mit ein paar Ogern zu tun bekommen (menschenfressender Unhold aus französischen Märchen), die einen das Glück wegfressen wollen. Ich nenne sie "Schattenkräfte". Um die Schatten also gut im Auge behalten zu können, wollen wir wissen, was denn unsere Visionen, Gegner und Gefahren sind. Mit den gewonnenen Einsichten werden wir das nötige Rüstzeug haben, um dieses Jahr bestenfalls zu einer Erfolgsgeschichte zu machen, oder schlimmstenfalls, nicht von den Ogern gefressen zu werden. 

 

Fragen zu Ihrer persönlichen Erneuerungsgeschichte 2020

Von der Wintersonnenwende bis Ende Januar

waren die Märchenheldinnen und – helden in einer Situation, in der etwas in ihrem Leben nicht stimmte. Etwas fehlte. Hänsel und Gretel waren am Verhungern, Dornröschens Mutter konnte kein Kind bekommen, andere wiederum wünschten sich eine Braut oder schlichtweg ein bisschen Abenteuer.

Was wünschten Sie sich? Waren Sie vielleicht in einer Beziehung, an einer Arbeitsstelle oder in einer Wohn- oder Lebenssituation, die Ihnen nicht gut tat, die statt Sie zu beflügeln, Sie beschnitt, verletzte oder schlichtweg unterschätzte? Oder war Ihr Leben zu eintönig geworden?

 

Welche Vision eines besseren Lebens hegten Sie da?

 

 

Was genau fehlte in Ihrem Leben?

 

 

Anfang bis Mitte Februar

Kaum bemerkten die Helden, was ihnen fehlte und was sie gerne hätten, begannen sie auch schon, sich anders zu verhalten. Sie suchten nach Lösungen, um das Fehlende in ihr Leben zu holen. Ihre Suche und neue Haltung weckte aber Misstrauen und Widerstände und holte Gegner auf den Plan (kann ja jeder kommen und plötzlich König sein wollen!).

Was hätten Sie denn eigentlich verdient? Löste Ihre Forderung nach mehr Wertschätzung, besserer Behandlung oder offenerer Kommunikation eine Abwehrhaltung im Umfeld aus?

 

 

 

Welche gegnerischen Kräfte haben sich gegen Sie gestellt? Gab es einen Chef, der Sie zurück pfiff, eine verleumderische Absicht in Ihrer Umgebung oder reagierte die Freundin offen oder versteckt feindselig? Oder wurden Aufträge nicht fristgerecht ausgeführt? Wurden Projekte oder Beziehungen sabotiert?

 

 

 

Ab Mitte Februar

Die Märchenheldinnen und –helden fühlten sich nicht mehr allein. Sie bemerkten nun, dass sie in ihrem Vorhaben unterstützt wurden. Manchmal waren es hilfreiche Zwerge, Tiere, Pflanzen oder Person - meistens als "Alte" betitelt -, die ihnen weiterhalfen.

Welche Unterstützung bot sich Ihnen? Vielleicht gab Ihnen ein nächtlicher Traum das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein oder eine Intuition erwies sich als richtig. Oder Sie wurden mit dem nötigen Know-How betraut, das Ihnen nun weiterhalf.

 

 

 

Ende Februar bis Mitte März

veränderte sich die Sichtweise unserer Helden. Sie begannen, damit zu experimentieren, wie sie anders mit der Umwelt umgehen konnten.

Was haben Sie anders gemacht in dieser Zeit? Etwas grundlegend Anderes hat hier begonnen. Haben Sie den Umgang mit einem neuen Computerprogramm erlernt, waren Sie kreativ oder haben mit einer neuen Gesprächs-Taktik experimentiert?

 

 

 

Wie veränderten sich dadurch Ihre Sichtweise und das Verhalten?

 

 

 

Mitte bis Ende März

All die bisherigen Aktivitäten bewirkten, dass die Märchenheldinnen und –helden unter eine Art Schutzsphäre gestellt wurden. Es ist eine Art Umwandlungsraum. Hier konnten sie in aller Ruhe zu der neuen Person werden, die sie eigentlich gerne sein wollten.

In welcher Form fühlten Sie sich geschützt? (z.B. durch den Lockdown, der vielerorts in diese Zeitspanne fiel)

 

 

Wie erlebten Sie den Umwandlungsraum? In diesem Raum fallen die Masken oder man blickt plötzlich hinter die Masken. Haben Sie sich plötzlich getraut, einem Zoom-Video nur in Trainerhosen beizuwohnen oder haben Sie Ihren Chef von einer anderen Seite kennengelernt?

 

 

Was haben Sie anders gemacht als sonst?

 

 

 

Anfang bis Mitte April

Manchmal fühlten sich die Helden isoliert. Doch gerade dadurch, dass sie auf sich selbst gestellt waren, kamen ihnen wichtige Einsichten. Diese wandelten sich zu einer Mission, die später im Märchen das Schicksal richtig stellen wird (im Sonnenkalender wird dies Ende September/Anfang Oktober sein).

Welche Erkenntnisse hatten Sie in dieser Zeit? Was hat Ihnen geholfen, die Gefühle der Isolation zu überwinden? Was war Ihnen in dieser Zeit besonders wichtig geworden? Haben Sie darüber nachgedacht, Ihre Arbeit in Zukunft gelassener zu nehmen oder gar das Pensum zu reduzieren? Wollten Sie vor allem gute Beziehungen pflegen, mehr zu Hause bleiben, besser zu sich selbst schauen, den Hunger der Welt zu stillen helfen?

 

 

 

Welche Taten ergaben sich daraus? Aus diesen Einsichten wurden Taten, es entstand fast so eine Art "Mission". Was ist diese Mission?

 

 

 

Mitte bis Ende April

Es war die Zeit der Zuversicht und der neuen Hoffnung. Erfüllt von ihrer Mission entstand bei den Märchenheldinnen und –helden ein vorwärts gerichteter Tatendrang.

Was taten Sie von da an vermehrt? Worauf richtete sich Ihre Energie? Waren Sie viel auf dem Spielplatz mit Ihren Kindern? Setzten Sie Ihre Vision um? Verschlangen Sie Bücher, machten lange Spaziergänge? Machten Sie sich im Internet schlau zu Ihrer Mission?

 

 

 

Anfang bis Mitte Mai

Bald schon zeichnete sich eine neue Richtung ab, die die Märchenheldinnen und -helden mutig einschlugen.

Welche neue Richtung schlugen Sie nun ein? Hat sich Ihnen etwas Neues eröffnet oder plötzlich eine neue Perspektive gezeigt, ein innerer oder äusserer Richtungswechsel?

 

 

 

Mitte bis Ende Mai

In dieser Zeit waren die Heldinnen und Helden grossen Spannungen ausgesetzt. Sollten sie weitergehen oder doch lieber wieder umkehren? Es wurde sehr unangenehm für sie und sie mussten diesem Gefühl, ihrer Angst standhalten.

Welche Art von Spannungen mussten Sie aushalten? Möglicherweise erschien es Ihnen, als ob das Leben Sie wieder zurück in Ihre Schranken weisen wollte. Würden Sie klein beigeben und reuevoll zu den anfänglichen Missständen zurückkehren?

 

 

 

Wo wären Sie beinahe wieder in die alten Fahrwasser geraten? Ihre Vision und Ihr ganzer Fortschritt stand plötzlich auf dem Spiel. Es war eine Art Prüfung auf dem Weg zu einer neuen Zukunft. Die Gefahr bestand darin, alles bereits Erreichte wieder herzugeben.

 

 

 

Woraus bestand die Gefahr des Rückfalls?

 

 

 

Anfang Juni bis zur Sommersonnenwende

Nach überstandener Prüfung waren die Märchenheldinnen und –helden nun guten Mutes. Eine Hoch-Zeit, die ihren neuen Status anerkannte, traf ein. Es würde nie wieder so sein wie früher! Das war der Lohn dieser ersten Hälfte der Reise. Auch wenn noch nicht alles genau so war, wie es sein sollte, jetzt gab es eine Verschnaufpause, einen Moment der Anerkennung und des Feierns.

Wo erhalten Sie Anerkennung? Was haben Sie richtig gemacht? Können Sie sich auf die Schulter klopfen, weil Sie gute Arbeit geleistet haben, Ihre Beziehung am Leben erhalten oder gar gerettet haben oder eine richtige Entscheidung getroffen haben?

 

 

 

Wo gibt es Grund zum Feiern? Bekommen Sie Lob oder haben Sie gute Umsätze im Geschäft? Haben Sie jemand Nettes getroffen? Heiraten Sie? Oder sind Sie endlich frei und können eine schmerzhafte Sache loslassen?

 

 

 

 

Was hat sich also bereits erfüllt? Ist Ihre Vision ein Stück mehr Wirklichkeit geworden? Ist Ihre Beziehung besser, Ihr Chef anerkennender geworden oder haben Sie sich den Traum eines eigenen Gartens, Geschäfts, Kindes, Hundes .... erfüllt? Haben Sie die Website gemacht, von der Sie so lange geträumt haben? Was haben Sie in diesem halben Jahr erreicht, auf das Sie stolz sein können?

 

 

 

 

 

Copyright Andrea Hofman, 2020

 

 

Teilen Sie doch bitte diese Fragen mit Ihren Freunden, denn - wie gesagt - es ist ein turbulentes Jahr der Veränderung. Es ist allen gedient, gut gerüstet in das zweite Halbjahr aufzubrechen, so dass wir endlich die Qualitäten in unserem Leben manifestieren, die wir uns wünschen.

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Oh ja, und schreiben Sie einen Kommentar, auch  falls Sie Hilfe benötigen beim Beantworten der Fragen.

Alles Gute für die zweite Jahreshälfte!

Ihre Andrea Hofman

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