Die aktuelle Zeitqualität

Deine ganz persönliche Heldenreise durch das Jahr


 

Zeitqualität vom 15. Januar bis zum 24. Januar 2021

 

Das schwer erreichbare Gut

  

Schlüsselsatz: Plötzliches Erkennen, was bislang gefehlt hat

 

Unter der aktuellen Zeitqualität macht sich jetzt erstmals ein ganz neues Potential bemerkbar, von dem der Astrologe und Tarotspezialist Hajo Banzhaf sagt, es sei "das schwer erreichbare Gut". Es ist etwas, das wir nicht einfach so auf die Schnelle verwirklichen können, dennoch als Sehnsucht tief in uns liegt.

 

Es gibt Wünsche und Begehrlichkeiten, die wir mit einem Fingerschnippen erfüllen können. Davon ist hier nicht die Rede. Vielmehr handelt es sich um ein Potential, das in uns schlummert und Wirklichkeit werden will. Es ist ein schwer erreichbares Gut, weil wir es nicht so leicht verwirklichen können. Der Gärtnerjunge im Märchen, der sich dazu berufen fühlt, die Prinzessin zu heiraten, weil sie demjenigen versprochen ist, der sie heilen kann, wird nicht zu ihr hin marschieren und sie einfach so heilen und heiraten können. Auf dem Weg zum "schwer erreichbaren Gut" muss er zuerst noch das Fehlende aufspüren: Er muss das Heilmittel finden, was aber alleine auch noch nicht reicht, denn er muss auch Einlass in den Palast bekommen. 

 

Das schwer erreichbare Gut ist also etwas, das du tief in dir gerne haben oder tun möchtest, das aber nicht so einfach erhältlich oder machbar ist: Zum Beispiel das Spielen eines Instrumentes, das Schreiben eines Buches, ein Stellen- oder Wohnungswechsel, eine liebevolle Partnerschaft. Das sind alles Dinge, die nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen sind, zugleich aber verheissungsvoll ein noch ungelebtes Potential in dir aufleuchten lassen. 

 

Du kannst dich dabei von deiner Sehnsucht leiten lassen. Sie gibt deinem Herzen nämlich Impulse, ganz besonders während der jetzigen Zeitqualität. Die Sehnsucht lässt dich das ungelebte Potential erkennen, das auf seine Verwirklichung hofft. 

 

Welches Potential drängt sich dir also in diesen Tagen auf, von dem du weisst, dass es schwierig wird, es zu verwirklichen? 

 

Gleichzeitig, kaum hast du diese innere Sehnsucht benannt, bemerkst du, was dir fehlt, ja, was die ganze Zeit über schon gefehlt hat! Vielleicht fehlt dir die Entspannung durch Musik, oder generell Zeit für Kunst, oder aber dir fehlen Zeit und Musse, deine Gedanken zu sortieren und in einem Buch niederzuschreiben, wenn du denn gerne ein Buch schreiben möchtest. Wenn du dir eine erfüllendere Arbeitsstelle wünschst, fehlt dir vielleicht die nötige Weiterbildung, die dich für den Job qualifiziert. Möchtest du eine grössere Wohnung, fehlt dir möglicherweise das Geld für den Umzug oder die teurere Miete, oder wenn du eine glückliche Partnerschaft möchtest, fehlt es dir an Wertschätzung und Liebe in deiner bestehenden Partnerschaft oder überhaupt an einem passenden Partner. 

 

Bleibt nur zu fragen: Welche Sehnsucht hegst du tief in dir drin? Welches Potential möchte verwirklicht werden? Und was genau fehlt dir, damit du es  verwirklichen kannst? Jetzt ist der Moment gekommen, sich über diese Dinge Gedanken zu machen. Dafür öffnet sich jetzt das Zeitfenster.

 

Achte auf deine sehnsuchtsvollen Tagträumereien und auch auf deine nächtlichen Träume. Notiere sie, das ist ganz wichtig, denn später wirst du deine jetzigen Notizen wieder hervornehmen wollen und sie mit der neu geschaffenen Realität abgleichen. Du wirst später immer wieder überprüfen wollen, ob sich im Laufe des Jahres dieses Potential bereits zu verwirklichen begonnen hat - oder sogar schon verwirklicht hat -, und ob du dir das Fehlende bereits erarbeitet hast. Erst dann wird sich das Leben vollständig anfühlen, erst dann wirst du so richtig zufrieden und glücklich sein. 

 

Wenn dem Gärtnerjunge jetzt also bewusst wird, dass er die Prinzessin heilen will, merkt er, a) er hat das Potential dazu, denn sonst hätte er nicht diese Sehnsucht, und b) es fehlt ihm am richtigen Heilmittel, und c) es fehlt ihm am Zugang zum Palast. Diese Dinge muss er sich zuerst besorgen, denn sonst wird ihm gleich der Kopf abgehackt, wie es in den Märchen so schön heisst. Im Laufe der Geschichte wird er also dieses Potential, das er in sich trägt, verwirklichen, indem er sich gleichzeitig das Fehlende erarbeitet.


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„Mythen sind Geschichten unserer ewigen Suche nach Wahrheit, nach Sinn, nach Bedeutung. Damit das Leben etwas bedeutet, müssen wir das Ewige berühren, das Geheimnisvolle verstehen, herausfinden, wer wir sind.“ 

"Die Kraft der Mythen" Bill Moyers im Gespräch mit dem Mythenforscher Joseph Campbell



Die Heldenreise

Wir lieben Geschichten, spannend sollen sie sein, unterhaltsam und auch ein bisschen heldenhaft! Egal, ob moderne Erzählungen, Filme oder klassische Literatur, alle bieten sie uns archetypische Identifikationsmöglichkeiten mit Heldinnen und Helden. 

 

Die Geschichten der klassischen Mythologie enden leider häufig im Blutbad. Im Volksmärchen hingegen, einer viel älteren Erzähltradition, führt der rote Faden die Heldinnen und Helden nahezu immer einem glücklichen Ende zu. 

 

Wer hat sich nicht schon einmal gefühlt wie Aschenputtel, Schneewittchen oder ein Dummling aus dem Märchen? Hier wird erzählt, dass sich ein Leben als Dummling sehr wohl grundlegend ändern kann, auch ohne Blutbad, ja dass er sogar König werden kann; dass schüchterne Mädchen wie Schneewittchen oder Aschenputtel ihr freudloses Dasein sehr wohl gegen ein schöneres, ihnen würdiges Leben eintauschen können. 

 

Was ist das Rezept dahinter? Diese Figuren befinden sich alle auf einer sogenannten „Heldenreise“. Es ist ein universelles Schema, das in allen Märchen der Untergattung "Zaubermärchen" zu finden ist. Wie ein roter Faden zieht es sich durch die Geschichte, vom schwierigen Anfang „Es war einmal…“ bis hin zum guten Ende „… und sie lebten glücklich und zufrieden.“

  

Die Zaubermärchen stammen aus einer heidnischen Zeit. Sie sind mindestens 6000 Jahre alt und zeigen eine matriarchale Sozialstruktur, die sich nach dem zyklischen Zeitablauf richtete. Der Mond- und der Sonnenzyklus bestimmten den Ablauf des Vegetationsjahres und damit das Leben der Menschen. Wenn sich die Menschen damals Geschichten erzählten - unsere heutigen Volksmärchen -, dann folgte der rote Faden der Geschichte genau dem Ablauf eines solchen Zyklus. Die Volksmärchen die Bebilderung eines Kalenders.

 

Der Begriff "Held" ist etymologisch mit dem altnordischen Wort "heill" für "gutes Omen" oder "Glück" verbunden, und auch das englische Wort "health“, für „Gesundheit“, ist davon abzuleiten. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "Held" ist daher wohl zutreffend für einen Menschen, der gutes Omen, Glück und Gesundheit sucht, in dem er sich im Einklang mit den Zyklen von Sonne und Mond bewegt.

 

 

©Andrea Hofman, 2021